DAS MONUMENTAL-RELIEF IN BOZEN:
VON HANS PIFFRADER ZU HANNAH ARENDT

Transforming a Controversial Heritage: South Tyrol's Fascist Monuments Revisited and Resemantisized

International scientific conference held at the Konan University in Kobe, Japan, on "Disputes and Revised Narratives of Historical Heritage and Memorials: South Tyrol, Taiwan and Croatia", with the contributions of Hannes Obermair (Italy), Hiroko Matsuda and Takuya Momma (both Japan).

13.04.2019 – 30.06.2019, Schloss Tirol

Die von Carl Kraus und Hannes Obermair kuratierte Themenausstellung zerpflückt die Mythen des deutschen und des italienischen Faschismus. Hitlers und Mussolinis Unrechtsherrschaft wurde ganz maßgeblich von Künstlern und Künstlerinnen mit Bildern und Narrativen bedient. Auch in Südtirol, in Nord- und Osttirol und im Trentino. Einige wenige stemmten sich dagegen, und ihre Werke wurden als „entartet“ verfemt.
Die systemkonforme Kunst entwarf Heldenbilder, beschwor Blut und Boden, rückte „Führer“ und „duce“ ins rechte Licht und verkitschte die „Heimat“ selbst dann noch, als von den Diktatoren die Aussiedlung der Bevölkerung beschlossen wurde.
Die Schau „Mythen der Diktaturen“ ist eine Wende für die regionale Kunst- und Kulturgeschichte. Viele ihrer Kapitel müssen neu geschrieben werden. Doch die Ausstellung öffnet auch den Blick auf aktuelle autoritäre Verführungen und deren ästhetische Strategien.

 

Ausstellungskatalog:

Mythen der Diktaturen. Kunst in Faschismus und Nationalsozialismus – Miti delle dittature. Arte nel fascismo e nazionalsocialismo
Tirol, Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, 2019, 287 S. ISBN 978-88-95523-16-3